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Die Roborowski Zwerghamster habe ich ja bereits in einem früheren Artikel angesprochen, heute möchte ich mich den Dsungarischen Zwerghamstern zuwenden. Um den Käfig so gut wie möglich auf die Bedürfnisse des kleinen Nagers anpassen zu können, muss man zuerst verstehen wie sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum zurechtfinden und dort ernähren.

Dsungarische Zwerghamster stammen ursprünglich aus den Steppen Westsibiriens und Ostkasachstan. Doch was genau ist eigentlich eine Steppe? Eine Steppe ist eine baumlose Graslandschaft. In Westsibirien und Ostkasachstan herrschen Winterkälte und sommerliche Trockenheit und die Böden sind meist feinerdig. Dsungaren ernähren sich in freier Wildbahn von Pflanzensamen und kleinen Tierchen wie Käfern und Heuschrecken. Ihren Speiseplan haben sie so optimal an ihren Lebensraum angepasst. Dsungaren halten auch keinen Winterschlaf, ihr Fell färbt sich jedoch in den Wintermonaten weiß. In den Steppen bewohnen sie viele Gänge und Röhren unter der Erde.

Käfigeinrichtung dsungarische Zwerghamster:

Versteckmöglichkeiten (Holzhäuser, Heukugeln,…)

Buddelmöglichkeiten (Einstreu auf ca. 15 cm aufschütten, evtl. abwechselnd Heu untermischen zwecks Stabilität, um es dem Hamster zu ermöglichen auch Gänge zu bauen)

– kleine Klettermöglichkeiten bieten (Holzhäuser, Seile, Äste, Stämme,…)

Laufrad (Hamster legen in freier Wildbahn bis zu 30km pro Nacht zurück; Laufrad ersetzt NICHT den Auslauf!)

Das Futter sollte möglichst ausgewogen sein und nicht zu fett. In den meisten Hamsterfuttermitteln vom regulären Handel sind viele Nüsse, Honig oder gar Zusatzstoffe drin, was in dieser Menge ungesund ist. Da aber unser Hamster in Gefangenschaft lebt und sich dadurch nicht so bewegen kann wie in freier Natur (was man ihm aber durch täglichen Auslauf ermöglichen sollte), setzt er schnell Fett an und wird übergewichtig. Deshalb sollte man darauf achten, dass man ihm feine Saaten und Getreide, sowie tierisches Eiweiß füttert (vgl. Shops).

Natürlich darf dazu frisches Wasser und Obst/Gemüse nicht fehlen, welches täglich ausgetauscht werden sollte. Außerdem sollte man ihm Nagemöglichkeiten bieten. Dazu eignen sich Zweige von Apfel, Birne, Buche oder Haselnuss samt Blättern. Die Bäume müssen jedoch ungespritzt sein! (Unvertäglich sind: Zweige von Nadelbäumen, Kastanie, Eiche, Holunder, Robinie und Efeu).

Zu all dem bitte auch immer die Käfiggröße beachten! Richtmaß ist ca. 100 x 50 x 50 cm (l x b x h). Aber: Je größer desto besser!
Tipp: Sollte die Grundfläche relativ klein sein ist es auch möglich zwei Käfige vertikal oder horizontal miteinander zu verbinden.