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Wie bereits in einem früheren Beitrag erwähnt, sind alle Zwerghamsterarten unterschiedlich. Deshalb muss auch das Gehege auf die Bedürfnisse des Zwerghamsters abgestimmt sein! Nichts desto trotz möchte ich euch das Zwerghamster-Buch von GU empfehlen.

Der Roborowski Zwerghamster:

Dieser kleine Kerl (hier ein Foto) ist kleiner als die anderen Zwerghamsterarten. Roborowskis werden nur etwa 9cm lang (Campbells und Dsungaren ca. 10cm und der chinesische Streifenhamster ca. 12cm). Er hat auch ein anderes Fell: es ist sandfarben oder gelbgrau gefärbt und hat keinen sogenannten Aalstrich auf dem Rücken. Auch die Bogenlinien zwischen Rücken und Bauch sind weniger ausgeprägt.

Beim Kauf eines solchen Winzlings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Roborowskis sehr aktiv sind. Das heißt:
– für Kinder noch ungeeigneter als andere Hamsterarten
– sie brauchen viel Platz/Auslauf
– lassen sich nur sehr schwer bzw. selten auf die Hand nehmen (es gibt aber wie immer auch Ausnahmen 🙂 )

Hamster-Klettermöglichkeiten

Da der Roborowski ursprünglich aus Ostkasachstan, der Mongolei und aus Teilen Chinas stammt, muss auch das Gehege unbedingt nach seinem gewohnten Lebensraum eingerichtet werden. Da er sich in seiner Heimat in Halb- und Sandwüsten rumtreibt, sollte man ihm auch im Käfig einen großen Sand-Bereich einrichten. Außerdem sollte ihm ein Schlafhäuschen und eine Hamstertoilette zur Verfügung stehen. Roborowskis sind die ungeschicktesten Kletterer unter den Hamstern, was man bei der Käfigeinrichtung bedenken sollte und ihnen deshalb mehr Versteck- und Buddelmöglichkeiten bieten soll.

Foto: Flickr, AdrianaPerezMuñiz

Zwerghamster-Futter

Natürlich darf auch das Futter nicht fehlen 🙂 Meistens wird das in einem Futternapf verabreicht, womit ich mich jedoch nicht so ganz anfreunden kann. Da Hamster es gewohnt sind sich ihr Futter in der Natur selbst zu besorgen, sollte man ihnen in Gefangenschaft das Futter nicht einfach vor die Nase setzen. Fordert euren Hamster ein wenig indem ihr das Futter einfach lose ins Einstreu oder Heu gebt 🙂 Ihr werdet sehen, es macht nicht nur dem Kleinen Spaß im Heu nach Futter zu wühlen, sondern auch euch wenn ihr ihn dabei beobachtet! 🙂 Da der Roborowski aus der Wüstenlandschaft kommt, ernährt er sich fast nur von Gräsern und Kräutern. Deshalb sollte man unbedingt fettarme Sämereien mit Kräuteranteil füttern. Als Versteck- und gleichzeitig Futtermöglichkeit bietet sich auch die südamerikanische Golliwoog-Pflanze an. Sie bietet Rückzugsmöglichkeiten und ist ein gesunder Snack für zwischendurch.

Zwerghamster Trinkflaschen

Auch Trinkflaschen sind oft umstritten. In ihnen können sich schneller Algen ablagern, was zum einen die Qualität des Wassers herabsetzt und zum anderen den Hamster gefährden kann.

Deshalb sollte man die Trinkflasche jeden Tag reinigen (auch öfter mal auskochen) und frisches Wasser nachfüllen, oder man stellt ihm gleich eine kleine Wasserschale ins Gehege. Und ja: Hamster lernen davon zu trinken – egal ob Trinkflasche oder Wasserschale 😉

Das Hamster-Laufrad

Einige sagen, dass es die „Langeweile“ im Käfig vertreibt, andere meinen, dass ein Hamster davon süchtig werden kann. Ich finde, ein Laufrad sollte in keinem Käfig fehlen! So haben sie mehr Abwechslung, können ihrem Laufdrang nachkommen und leben einfach gesünder. Ein Laufrad für Zwerghamster sollte mindestens einen Durchmesser von 20cm haben (gerne auch mehr)! Bei kleineren müssen sie sonst den Rücken durchbiegen und das führt wiederum zu Haltungsschäden. Außerdem sollte die Lauffläche geschlossen sein. Bei Gitterstäben passiert es nur zu oft, dass die kleinen Hamsterbeinchen durchrutschen und sich dabei verletzen.

Bei allen Einrichtungsgegenständen muss auf Plastik und Lacke verzichtet werden, da diese ungesund für das Tier sind. Plastik kann brechen und Kleinteile verschluckt werden. Lacke auf Holz zum Beispiel sind giftig! Deshalb sollten immer unbehandelte Holzgegenstände verwendet werden. Hamster können so ohne Bedenken ihrem Nagetrieb nachkommen 🙂

Infos über Dsungarische Zwerghamster findet Ihr hier.