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Leider gibt es sie in vielen Zoogeschäften zu kaufen: Die Hamsterwatte.

Angepriesen als „Hamsterbett“ oder „Kuschelnest“ ist die Hamsterwatte aber keineswegs ein geeignetes Material, welches dem Zwerghamster oder Mittelhamster zur Verfügung gestellt werden sollte!

Hamsterwatte mag zwar kuschlig aussehen und – vor allem kleinere Kinder begeistern, da der Hamster dann sein eigenes Bettchen hat – aber Hamsterwatte kann dem Hamster sehr gefährlich werden. Vielen unerfahrenen Hamsterhaltern stellt sich da die Frage: Hamsterwatte Ja oder Nein?

Lieber große Mengen Heu, Stroh oder Blätter statt Hamsterwatte anbieten; Foto: meinhamster

Definitiv Nein! Warum?

Hamsterwatte zieht Fäden, die durch die ziemlich reißfeste Beschaffenheit dazu führen kann, dass sich Hamster, aber auch andere Kleinnager, darin Gliedmaßen abschnüren können. Wenn es noch schlimmer kommt, verlieren darin sogar manche ihr Leben, da sie sich aus eigenen Kräften nicht mehr daraus befreien können und es durch das rumstrampeln nur noch schlimmer machen.

Zudem ist die Hamsterwatte – oder auch Nagerbett wie es so schön genannt wird – nicht voll verdaulich. Frisst der Hamster also Teile der Watte, kann diese im Magen verklumpen was widerum lebensgefährlich wird. Auch wenn die Verpackung verspricht, dass die Hamsterwatte „voll verdaulich“ oder „naturbelassen“ ist, sollte man darauf nicht vertrauen (siehe diebrain.de zum Thema „Hamsterwatte“)

Hamsterwatte ist auch nicht atmungsaktiv. Da sich beispielsweise im Schlafhäuschen (wenn es zudem auch noch aus Plastik besteht –> bitte NUR Holzhäuschen ohne Lackierung verwenden!) auch Kondenswasser sammelt, können sich in der Watte schnell Pilze, Bakterien oder gar Parasiten ansiedeln, die dann auf den Hamster übergehen.

Hamsterwatte ist also für Kleinnager absolut Tabu!

An Stelle von Hamsterwatte eignen sich am Besten natürliche „Stoffe“ wie zum Beispiel Streu, Heu oder getrocknete Blätter. Aber auch

können für den Hamster-Nestbau verwendet werden.