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Wie schon in einigen vorhergehenden Artikeln berichtet, gibt es immer wieder tolle Geschichten zu Gruppenhaltung bei Hamstern 🙂 Und da ja nicht alle Hamster oder Hamsterarten Einzelgänger sind, möchte ich euch die folgende Geschichte nicht vorenthalten:

Hallo Melanie,
Ich habe je zwei Brüder Campbell-Zwerghamster. Ich bin nicht die große Expertin, ich höre und lese viel fremdes und was mir zusagt, nehme ich gerne als Tipp oder Anregung an!
Micky und Finn sind meine zwei Blacks von einem sehr kompetenten und ehrlichen Züchter aus Darmstadt (auch auf Twitter unterwegs). Er vermittelt seine Zwerge nur in Kleingruppenhaltung und so habe ich von ihm zwei Brüder im August 2009 bekommen. Seitdem verstehen sich meine beiden Puschelpopos hervorragend. Ich habe auch noch nie gemerkt, das sie sich um ein „Revier“ gestritten hätten. Ich würde demnach auch die Aussage „Mit Schwestern klappt es besser als mit Brüdern“ nicht unterschreiben. Ich habe da noch keine Regel finden können. Natürlich kommt es ab und zu zu Streitereien, aber dann schlafen sie eben mal eine Nacht nicht beieinander, sondern einer schläft im gemeinsamen Kuschelnest und einer zieht aus.
Chip und Chap sind meine zwei Satins aus Berlin (gleicher Züchter wie Fabians). Da es mit Micky und Finn so super geklappt hat, war klar, ich möchte wieder ein Geschwisterpaar. Ob es Weibchen oder Männchen sind, ist mir da egal. Da ich mich für den Chocolate (Chap) entschieden hatte, musste eben noch ein Mann her. Ende April zogen die Beiden bei mir ein und sind bisher ebenfalls beständig gemeinsam unterwegs. Sogar im Laufrad finden wir sie meist zu zweit (obwohl es für jeden ein eigenes gibt).

Foto oben: Chip & Chap; Foto unten: Micky & Finn Fotos: Linda

Foto oben: Chip & Chap; Foto unten: Micky & Finn Fotos: Linda




Ich denke, wenn ein Halter sich mit den Zwergen beschäftigt, ihnen ein artgerechtes, großes (mehr als Mindestmaße) Zuhause anbietet und auch der Züchter Wert auf Sozialverträglichkeit seiner Zuchttiere achtet, dann steht einer naturnahen Kleingruppenhaltung nichts entgegen. Das in der Natur eher gemischte Gruppen vorkommen ist logisch, will der Halter jedoch KEINEN Nachwuchs, ist die gleichgeschlechtliche Geschwisterhaltung der Einzelhaltung meiner Meinung nach vorzuziehen.
Unerfahrene Halter können auch einem einzelnen Campbell ein schönes Leben bieten (ich hatte auch erst zwei einzelne Männchen), aber so richtig schön wird es, wenn das Sozialverhalten beobachtet werden kann. Mir machen meine zwei Paare sehr viel Freude und es ist immer wieder schön zu sehen, wie sie miteinander umgehen und sich wie ein altes Ehepaar verhalten (dies trifft auf Micky und Finn auf jeden Fall zu!).
Sollte es im Alter doch zu Unverträglichkeiten kommen, sollte natürlich immer ein zusätzliches Gehege zur Verfügung stehen, ansonsten kann es zu schlimmen Verletzungen kommen. Habe ich so noch nicht erlebt, aber KÖNNTE passieren.

 

Liebe Grüsse,
Linda

(Blogleserin)

Vielen herzlichen Dank für die Zusendung Deiner Geschichte! Ich glaube, das zeigt jedem, dass eben auch Hamster in Gruppen gehalten werden können. Klar, dass es auch immer wieder mal Ausnahmen gibt – wo gibt es die nicht?! Und dann muss einem eben auch klar sein, dass man für den Fall der Fälle immer ein zweites Gehege zur Verfügung hat um die Beiden von einander trennen zu können!

Hier geht’s zum 2. Erfahrungsbericht.